SV Waldkirch II – TTC Emmendingen 5:5
Als einzige Mannschaft in den Reihen des SVW war in dieser Woche die zweite gefordert, die am Freitagabend in ihrem Heimspiel in der Kreisliga A auf den verlustpunktfreien Tabellenführer aus Emmendingen traf. Die Rollen waren also klar verteilt, dennoch wollte man den Favoriten maximal ärgern und die Chancen die man bekam nutzen.
Schon seit längerer Zeit stand fest, dass man in dieser Partie auf Christoph und Christine verzichten musste, für die beiden traten S. und Wolfgang K. an die Platten, die das Duo bestehend aus den Stammspielern Thomas und Wolfgang M. komplettierte.
In den Doppeln wechselte man etwas durch, denn unser vorderes Paarkreuz bestritt in der Vergangenheit bereits einige gute Matches und so probierten sie an diesem Abend die Zeit zurückzudrehen, während die beiden Wolfgangs am anderen Tisch für Furore sorgen wollten.
Dieser Schachzug sollte sich dann als goldrichtig erweisen, denn an beiden Tischen zeigte man hervorragende Leistungen. Für einen echten Paukenschlag sorgten Wolfgang/Wolfgang, die das vordere Paarkreuz Campana/Oberle von Beginn an auf dem falschen Fuß erwischte und diese immer wieder mit schlauem Spiel große Schwierigkeiten stellte. Nervenstark setzte man sich in den ersten beiden Sätzen in der Crunchtime durch und erspielte sich so eine 2:0 Führung. Zwar gaben die Gäste nicht auf und fanden im dritten Durchgang besser in das Match, der vierte Satz wurde dann aber wieder von Wolfgang/Wolfgang bestimmt und am Ende setzte man sich zwar überraschend, aber vollkommen verdient mit 3:1 durch.
Auch an der anderen Platte erwischte man einen guten Start, die beiden SVW Spieler waren schnell auf Betriebstemperatur und sicherten sich mit schönem und druckvollem Spiel den ersten Satz souverän. Anschließend wurde das Duell ausgeglichener und den Emmendingern gelang in weiterer Folge auch der Ausgleich. Die Kontrahenten schenkten sich im weiteren Verlauf nichts und es entschieden Kleinigkeiten, am Ende wurden im dritten Satz das SVW Duo für ihren offensiven Mut belohnt und so ging man wieder in Führung. Diese behauptete man dann auch im vierten Satz, wo es wieder heiß her ging, aber auch unsere Nummer 1 und 2 zeigten sich nervenstark und so rettete man am Ende einen knappen Vorsprung zum Viersatzerfolg ins Ziel und sorgte für einen perfekten Start.
Doch Ausruhen konnte man sich darauf nicht, denn auf unsere Spieler warteten im vorderen Paarkreuz direkt die nächsten harten Aufgaben. Das bekam unsere Nummer 1 gegen Oberle auch direkt zu spüren. Zwar gelang es ihm mitzuhalten und immer wieder eigene Akzente zu setzen, doch der Emmendinger zeigte sich davon unbeeindruckt und antworte immer wieder stark. Obwohl er mithalten konnte, war für ihn in den ersten beiden Sätzen am Ende nichts zu holen und so war die Hypothek beim 0:2 Satzrückstand bereits groß. S. aber zeigte großen Kampfgeist und steigerte sich weiter. Die Fehler seines Gegenübers wurden nun auch mehr und wir konnten das ausnutzen und verkürzen. Auch im vierten Satz war er der stärkere Spieler und so musste der fünfte Durchgang entscheiden. Hier gelang es dem SVW Akteur dann aber nicht das Comeback zu vollenden und so musste man sich trotz großem Kampf ganz knapp mit 9:11 geschlagen geben.
Ähnlich bitter verlief die Begegnung am Nebentisch zwischen Thomas und dem Spitzenspieler der Emmendinger Campana. Wie auch Serkan, gelang es Thomas am Anfang der Partie nicht auf die Anzeigetafel zu kommen und so musste er trotz einem Duell auf Augenhöhe, ebenfalls ein 0:2 aufholen. Die Moral stimmte aber auch bei Thomas und mit einem Quäntchen Glück konnte er in den weiteren Sätzen auch Mätchbälle abwehren und witterte wieder seine Chance. Nachdem er auf 1:2 herankam, war auch der vierte Satz auf Messers Schneide. Wieder wurde dieser mit nur zwei Punkten Abstand entschieden und auch hier hatte Thomas das bessere Ende für sich und so ging es auch im zweiten Einzel des Tages in den Entscheidungssatz. Hier wog das Match hin und her, keiner konnte sich entscheidend absetzten und beim Stand von 9:9 war alles offen. Hier gelang es Thomas nicht den Vorteil des Aufschlags zu nutzen und Campana war eiskalt und gewann mit zwei Punkten in Folge das ausgeglichene Duell.
Nach diesem bitteren Verlauf und dem 2:2 Zwischenstand musste das hintere Paarkreuz nun wieder unbedingt punkten um im Match zu bleiben. Wolfgang M. hatte die Aufgabe Raikowski zu lösen, während es für Wolfgang K. parallel dazu an der anderen Platte gegen Ruppert zur Sache ging.
Wolfgang M. hatte gegen die unorthodoxen Schüsse von Raikowski seine Mühe und selbst agierte er teilweise zu überhastet in der Offensive, sodass die Sätze sehr ausgeglichen waren. Alle drei Durchgänge wurden mit zwei Punkten Differenz und Wolfgang M. hatte hier das Glück nicht auf seiner Seite. Obwohl mehr möglich gewesen wäre, musste er sich etwas unter Wert mit 0:3 geschlagen geben.
Besser machte es Wolfgang K. gegen Ruppert, der zwar auch einem Rückstand hinterherlaufen musste, sich von diesem aber gut erholte und je länger die Partie dauerte, sich immer besser zurechtfand. Nach einem klar gewonnenen zweiten Satz, gestaltete er den dritten Durchgang noch deutlicher. Mit der 2:1 Führung im Gepäck, schwanden beim Waldkircher Routinier aber auch so langsam die Kräfte, umso wichtiger war, dass er dennoch konzentriert blieb und mit vierten Satz mit 11:9 den Sack zumachen konnte.
Beim Stand von 3:3 ging es mit den zweiten Einzeln im vorderen Paarkreuz weiter. Keine Chance auf Punkte hatte man im Duell der beiden Einser gegen den starken Campana. Zwar probierte man alles, aber Campana stellte in dieser Begegnung unter Beweis, warum er im bisherigen Saisonverlauf erst eine Partie verloren hatte und so kam man nicht über vereinzelt schöne Punkte hinaus. Ein Satzgewinn war zwar möglich, letztendlich musste unsere Nummer 1 aber die Klasse des Emmendingers anerkennen und diesem nach drei Sätzen zum Sieg gratulieren.
Zum zweiten Mal an diesem Abend war man also in Rückstand, doch auch dieses Mal sollte es nur von kurzer Dauer sein, denn Thomas war auch in seinem zweiten Einzel gegen Oberle gut aufgelegt. Er erwischte einen starken Start in die Partie und überraschte Oberle mit variablem Spiel, wo dieser zu Beginn kein Mittel fand. Nach der 1:0 Führung fand der Gästespieler zwar besser rein, aber Thomas blieb stabil und hielt sehr gut dagegen. Auch in den engen Phasen, die nun folgten, behielt Thomas über weite Strecken die Kontrolle und ließ sich nicht beeindrucken. Er zog sein Spiel durch und holte sich den wichtigen zweiten Satz mit 11:9. Das gab ihm weiter Rückenwind und so nutzte er das Momentum aus und belohnte sich wenig später für ein hervorragendes Spiel mit dem 3:0 gegen einen starken Gegner.
So stand es vor den letzten beiden Begegnungen des Tages 4:4 Unentschieden, was man bereits als Teilerfolg für den SVW werten konnte, dennoch war nun klar, dass man die bislang tolle Leistung auch mit einem Punktgewinn krönen wollte. Diesen perfekt zu machen war nun die Aufgabe von Wolfgang M. und Wolfgang K. in ihren zweiten Einzeln.
Bei Wolfgang M. wurde relativ schnell deutlich, dass dies schwer werden würde. Obwohl er spielerisch deutlich mehr drauf hatte und das im Training immer wieder unter Beweis stellt, war es einfach nicht sein Tag und so war beim 0:2 Satzrückstand gegen Ruppert die Hoffnung bereits am schwinden. Zwar folgte noch einmal ein kurzes Aufbäumen und er konnte verkürzen, dies war aber keine Initialzündung mehr und so ging das Duell in vier Sätzen verloren.
Alle Augen waren nun also auf Wolfgang K. gerichtet, der die Kohlen für den SVW nun aus dem Feuer holen musste. Er strapazierte direkt im ersten Satz die Nerven aller Beteiligten, in dem er einige Chancen ungenutzt ließ. Zum Glück konnte auch Raikowski die Möglichkeiten die sich daraus ergaben nicht verwerten und so nutzte Wolfgang am Ende einen seiner vielen Satzbälle zum 17:15. Dies war wichtig, denn man merkte Wolfgang K. an, dass er auf dem Zahnfleisch ging, aber er spielte taktisch nun immer besser und erwischte Raikowski ein ums andere Mal mit schön platzierten Bällen, die dieser nicht mehr zurückspielen konnte. Verdientermaßen gelang es Wolfgang seine Führung auf 2:0 auszubauen und es sah gut aus, da beim Emmendinger die Nerven so langsam blank lagen. Wolfgang K. blieb hochkonzentriert und mobilisierte noch einmal seine letzten Kräfte.
Auch im dritten Satz hatte er die besseren Antworten und machte nach etwas mehr als zwei Stunden das verdiente 5:5 Unentschieden perfekt.
Der Jubel war zurecht groß auf Seiten des SVW, denn damit war nicht unbedingt zu rechnen, nach dem Spielverlauf und der starken Leistung des Teams war der Punktgewinn gegen den Tabellenführer aber auf jeden Fall verdient. Mit 3:3 Punkten behauptet man sich nach drei absolvierten Partien weiterhin stark in dieser anspruchsvollen Liga und rangiert auf Platz 5 in der Kreisliga A.
Ein wichtiges Spiel steht nun am Freitag, den 07.11 an. Hier ist man ab 20:00 Uhr zu Gast beim punktlosen Tabellenletzten TTC Elzach und will mit einer weiteren geschlossenen Mannschaftsleistung die nächsten Zähler ergattern.